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den 10.09.2010

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
Wo die Natur Atem holt

Im Jahr 1860 ging es los. Da pflanzten die Spiekerooger im Friederikental ihr erstes Wäldchen. Kiefern, Eichen, Erlen, Birken. Die gediehen so prächtig, dass bald weitere Setzlinge folgten. Auch von alleine breiteten sich die Bäume aus und ließen sich an geschützten Dünenhängen nieder.

Deshalb ist Spiekeroog heute so grün. Es gibt Sanddorndickichte, Schwarzkieferngehölze, Zitterpappelhaine. In den Wäldern wachsen Butter-, Stein- und Birkenpilze. Die luftigeren Regionen teilen sich Buchfink, Star und Waldohreule. Sogar Turmfalken ziehen am Himmel ihre Kreise.

Das ist die eine Seite von Spiekeroog. Die andere Seite ist das Meer. Mit Ebbe und Flut, Watt und Strand, Wind und Weite. Manchmal auch mit Sturm und Drang. Dann wird die Nordsee zum "blanken Hans", wie die sagen, die sie auch von ihrer rauhesten Seite kennen. Aber zum Glück sind da ja noch die Dünen. Die zeigen dem wütenden Wasser seine Grenzen.

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Nationalpark Wattenmeer

Die Natur ist Spiekeroogs Schatz und Schutz. Sie ist alles auf einmal: schön und nützlich, vielfältig und klug aufeinander abgestimmt, erholsam und empfindlich. Darum verdient sie besonderen Respekt. Denn je sorgsamer man mit ihr umgeht, desto mehr kann man sie genießen.

Seit 1986 gehört Spiekeroog zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der ist 2400 Quadratkilometer groß und schützt einen weltweit einmaligen Lebensraum. So viel Watt wie hier ist nirgends. Und damit das so bleibt, gibt es Regeln. Eine davon: Vogelsiedlungen und ruhende Seehunde sind tabu. Eine andere: Hunde gehören an die Leine, ob am Strand oder in den Dünen.

Überhaupt: die Dünen! Da führen herrliche Reit- und Wanderwege durch. Die sorgen dafür, dass niemand querfeldein geht. So können Strandhafer und Krähenbeerheide in Ruhe wachsen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern hindert auch den kostbaren Dünensand daran, zu wandern oder bei Sturm einfach wegzufliegen.

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Leben im Rhythmus der Natur

Die Spiekerooger sind stolz auf den natürlichen Reichtum ihrer Insel. Und sie haben gelernt, ihn zu bewahren. Das bedeutet vor allem: keine Autos! Wer fährt, fährt Fahrrad oder geht gleich zu Fuß. Das passt zu der gelassenen Inselatmosphäre, die übrigens schnell auf Besucher abfärbt.

Ohnehin sind die meisten Ziele auf Spiekeroog bequem zu Fuß zu erreichen. Wer etwas transportieren muss, mietet sich einfach einen Bollerwagen. Für schwere Lasten gibt es Elektroautos. Das schont die Umwelt. Und aufs Umweltschonen legen die Spiekerooger großen Wert. Das verrät nicht zuletzt die hochmoderne Kläranlage.

Und das Blockheizkraftwerk. Und das Wasserwerk, das aus einer unterirdischen Süßwasserlinse hochwertiges Trinkwasser fördert.

Spiekeroog heißt: im Einklang mit der Natur leben. Gesundheit atmen. Die Langsamkeit entdecken
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Achtung Fahrplanänderung am 09.09.2010

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