Wir haben Dienstag
den 09.02.2010

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Museums-Pferdebahn

Genießen Sie eines der letzten romantischen Verkehrsmittel unserer Zeit, die gute alte Pferdebahn. Es ist die einzige Eisenbahn, die in Deutschland noch von Pferden gezogen wird. Auf historischer Strecke fahren Sie vom ehemaligen Bahnhof zum Westend, und wenn Sie wollen, auch wieder zurück. Die Fahrzeit der Pferdebahn beträgt ca. 12 Min.

 

Abfahrtzeiten: Sonntag - Freitag (Sonntag vormittag sind keine Fahrten)(ab Ostern - September) jeweils um 10:00, 10:45, 15:00 Uhr und 15:45 Uhr, die Rückfahrt ist jeweils 30 Minuten später. Wind und Wetter vorbehalten.

 

Fahrpreis: Einfache Fahrt: Erw. 2,00 € (3,00 € Hin- u. Rückfahrt), Kinder (2-10 Jahre) 1,00 € (2,00 € Hin- u. Rückfahrt).

Anmeldung von Gruppenfahrten unter: 0160 7702226 (in den Sommermonaten nur bedingt möglich)

 

Sie wollen ein Teil Spiekeroogs werden. Sie wollen die historische Pferdebahn, der Stolz von Spiekeroog, unterstützen. Dann Spenden Sie. Werden Sie ein Teil der Museumspferdebahn. Wie?

Pro Meter Gleis spenden Sie 50,00 €. (2 Meter = 100,00 € und so weiter).

Sie kommen auf die öffentliche Spendentafel und erhalten eine Urkunde mit Spendenquittung und Nennung des Gleismeters, den Sie durch Ihre Spende gefördert haben. Sie wollen mehr erfahren? Der Vorsitzende des Museumsvereines Herr Dieter Mader (Telefon 04976 256), erteilt gerne Auskunft, oder Sie kommen bei Ihrem nächsten Besuch in das Haus des Gastes. Wir unterstützen Sie bei der guten Tat.

 

Sie wollen jetzt spenden:

Museumsverein Spiekeroog

Kontonummer 20666000

Bankleitzahl 282 915 51

Verwendungszweck: - Gleisspende - (und unbedingt Ihre komplette Anschrift)

 

Kontakt für die Spendenaktion: Inselmuseum Spiekeroog, Nooderloog 1, 26474 Spiekeroog, Telefon 04976 256



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Pferdebahn Spiekeroog von 1885 bis heute

Eine besondere Attraktion für ihre Urlaubsgäste hat die ostfriesische Insel Spiekeroog aufzuwarten: die einzige Fahrplanmäßige verkehrende Museumspferdebahn in Deutschland.

Hans Roll, ein Eisenbahnfreund aus Pforzheim, erfuhr 1980 von der Einstellung der Inselbahn auf Spiekeroog. Er beschaffte vom Stuttgarter Straßenbahnmuseum einen offenen Sommerpferdebahnwagen aus dem Jahre 1886 und begann am 31. Mai 1981 mit den Fahrten auf der historischen Strecke zum Westend.

Historisch deshalb, denn auf Spiekeroog fuhr bis 1949 die letzte deutsche Pferdebahn als Verbindung zwischen Schiffsanleger und Dorf. 1949 wurde die Bahn dann auf Dieselbetrieb umgestellt und nach der Einweihung des neuen Hafens 1981 eingestellt.

 

Als erste Bahn überhaupt auf einer Nordseeinsel hatte das Pferdezeitalter auf Spiekeroog am 9. Juli 1885 mit einer 1,7 km langen Schienenverbindung von der Dorfmitte bis zum damaligen Herrenbadestrand im Westen der Insel begonnen. Da zwischen dem Herren- und Damenbadestrand eine 0,5 km lange Pufferzone bestand, mussten die Damen schon vorher aussteigen, um über den "Damenpad" ihren Strand zu erreichen. Zur gemeinsamen Rückfahrt traf man sich wieder in dem an der Endstation gelegenem Restaurant „Givdbude“, das 1962 während einer Sturmflut zerstört wurde.

 

Erst im Jahr 1912 wurde am Westend ein Familienbadestrand eingerichtet. Das „Old Laramie“ war von 1934 bis 1945 zum Flughafengebäude umfunktioniert worden. Spiekeroog hatte den einzigen Flughafen der Welt, dessen Passagiere von einer Pferdebahn abgeholt wurden. Man hatte damals, kurz nach Inbetriebnahme der Pferdebahn, schnell gemerkt, welche ungeahnten Möglichkeiten ein schnelles und komfortables Transportmittel auf der Insel bot, gab es seither nur schwer befahrbare Sandwege. Man erweiterte deshalb 1892 die Bahnstrecke mit einer Abzweigung ins Wattenmeer, um ankommende Gäste besser und bequemer in das Dorf fahren zu können. Bis dahin gab es nur hochrädrige Wattkarren, deren Komfort nicht einmal den der damaligen Kutschen erreichte.

 

Die Insulaner legten somit die Gleise einfach in das Wasser neben die schon früher gebaute Landungsbrücke, so das man, wenn man Glück hatte und die Wellen es zuließen, trockenen Fußes vom Schiff in die Pferdebahnwagen gelangen konnte. Da die Schiffe bei Flut ankamen, standen die Wagen oft bis über die Räder und die Pferde bis zum Bauch im Wasser, so das die Pferde schon nach wenigen Dienstjahren an Rheuma erkrankten und ausgetauscht werden mussten.

 

Im Gegensatz zu den übrigen Pferdebahnen gingen die Pferde seitlich auf festen Grasnarben, da ein bedecken der Schwellen mit Sand und Kies wegen Überschwemmungen nicht möglich war. Bei Ankunft eines Dampfers standen die Pferdebahnwagen zur Abholung der Gäste bereit. Man fuhr mit soviel Wagen zum Anleger wie der Dampfer gelbe Flaggen gehisst hatte. Niemand sollte auf der ungeschützten Landungsbrücke zurück bleiben müssen. Ab Windstärke sechs ruhte wegen der hohen Wellen jeglicher Verkehr zwischen der Insel und dem Festland. Dies änderte sich 1949 mit den neuen Dieselzügen und einer neuen Anlegestelle für Schiffe.

 

Seit 1981 verkehrt nun wieder diese Pferdebahn zur Freude der Gäste in den Sommermonaten. So blicken wir stolz auf eine über 114 jährige Tradition zurück, die nun wieder hoffentlich für lange Zeit fortgesetzt wird.

 

Ab April 2010 noch mehr Fährabfahrten

 

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