Dokumentartheater: Sturmflut | Das letzte Kleinod

Im Februar 1962 brach eine nie da gewesene Flutkatastrophe über die Deutsche Bucht herein. Auch die Insel Spiekeroog wurde schwer beschädigt. Teile der Dünen und die alte Strandhalle wurden von der Wucht der Wellen weggerissen, in der Nähe des Dorfes brachen die Deiche. Wann kommt der nächste Jahrhundertsturm?

Dezember 2016: Eine schwere Sturmflut tobte vor den ostfriesischen Inseln. Vier Container mit Bauholz wurden vom Deck eines havarierten Schiffes gerissen und am Strand von Spiekeroog angeschwemmt. Die Reederei stiftete das Strandgut jetzt als Bühnenbild für ein Dokumentartheater über den Klimawandel

Der Meeresspiegel steigt unaufhörlich. Im Binnenland wird der Klimawandel meist nur als statistische Größe betrachtet. Aber was bedeutet es für diejenigen, die am Saume des Meeres leben? Deren Vorfahren sich seit jeher im Kampf gegen die Naturgewalten befinden? Die nur durch eine fragile Dünenlandschaft vor den tosenden Sturmfluten geschützt sind? Deren Existenz durch das Meer gesichert und gleichzeitig bedroht wird? 

Spielort ist ein altes, denkmalgeschütztes Wohngebäude im Dorfkern. Nach den erfolgreichen Produktionen "Untergang der Johnanne""Die verlorenen Söhne", "Knüppelkrieg" und "Armada" wird vom Letzten Kleinod erstmals das Format einer begehbaren Inszenierung auf Spiekeroog realisiert. In den Räumen eines alten Inselhauses (Noorderloog 21) geben vier Schauspieler/innen einen vertraulichen Einblick in die persönlichen Beziehungen der Insulaner/innen zum Meer. Die Zuschaue/innen kommen „auf Besuch“ und werden in kleinen Gruppen von Raum zu Raum geführt. In den direkten Begegnungen zwischen den Zuschauer/innen und Schauspieler/innen entsteht eine fast private Nähe, in der Inhalte mit großer Intensität wirken können

Eintrittskarten

Vorverkauf in der Tourist-Information "Kogge" oder über unsere Onlinebuchung.

  • 22,00 Euro Erw. ab 15 Jahre
  • 16,00 Euro Jgdl. bis 14 Jahre

Gruppen auf Anfrage, Spieldauer ca. 60 Minuten

Online-Tickets!

2015 - Armada

In einem gewaltigen Sturm soll 1588 ein Schiff der spanischen Armada vor Spiekeroog gestrandet sein. Über tausend Mann sind dabei ertrunken, erzählt man auf der Insel. Nur die Kanzel und die Marienfigur, die heute die Alte Inselkirche schmücken, wurden von diesem Schiff geborgen. Das Theater Das Letzte Kleinod hat in Archiven gestöbert und die alten Leute befragt. Am originalen Schauplatz in der Alten Inselkirche wird das Geheimnis der spanischen Galeone in einer eindrucksvollen Theateraufführung gelüftet.


2011 - Der Knüppelkrieg

Napoleons Truppen, mit Knüppeln bewaffnete Männer und eine Rebellion: Am Deich der ostfriesischen Insel Spiekeroog fand Uraufführung des Theaterstücks „Knüppelkrieg“statt. Inszeniert vom Letzten Kleinod  handelt der Knüppelkrieg von den Aufständen an der norddeutschen Küste gegen die französische Besatzung. 1811 bewaffneten sich junge Männer auf Spiekeroog mit Knüppeln, um die Stellungen der Franzosen zu stürmen.