westend Kultur.Werkstatt Bremen

Der Bremer Musiker Peter Dahm kann sich als "Artist in Residenz" der Insel Spiekeroog bezeichnen. Seit Jahren ist er auf und mit der Insel unterwegs, hat unzählige Konzerte und Kreativ-Workshops mit Insulanern und Schülern der Hermann Lietz Schule bestritten.

Als künstlerischer musikalischer Leiter der Kulturwerkstatt westend Bremen  haben wir vor einigen Jahren eine Kooperation mit der Kulturwerkstatt geschlossen, Formate wie "Blaue Kogge" sind daraus entstanden.

Gemeinsam werden internationale Musiker engangiert, die dann sowohl auf Spiekeroog als auch in Bremen spielen. Freuen Sie sich in diesem Jahr auf: 


prayana- CD Release Tour

03.03.2020 - 20:00 Uhr - im Foyer der Touristinformation

Zusammen mit Thomas Rückert (Klavier), Reza Askari (Kontrabass) und Ramesh Shotham (Perkussion) gründete Peter Dahm (Saxofon) 2017 das Quartett „prayāṇa“. Nun stellen die vier Musiker ihre 2019 im Sendesaal Bremen aufgenommene CD vor. Das Sanskrit Wort prayāṇa bedeutet übersetzt Aufbruch. Die auf der CD enthaltenen Stücke „Aufbruch" und „Kälteeinbruch" sind im Auftrag der Insel Spiekeroog entstanden. Das die Tour auch nach Spiekeroog führt versteht sich also von selbst. „prayāṇa“ bedeutet auch einen Aufbruch in eine neue gemeinsame Klangwelt. Vier sehr unterschiedlichen Stimmen, erzeugen zwischen Jazzvirtuosität und weltmusikalischer Spielweise, einen einzigartigen neuen Sound. Das Material besteht zum einen aus Kompositionen von Peter Dahm und Ramesh Shotham, zum anderen sind es Originalkompositionen aus Indien und der Türkei. Der Bogen reicht dabei vom energetischen „Dancing Ganesha“ bis zum ruhigen „Kälteeinbruch“.  Lassen sie sich von der Musik berühren und bewegen. Besetzung:Peter Dahm - Saxofon, Thomas Rückert - Klavier, Reza Askari - Kontrabass, Ramesh Shotham - Perkussion


Le Bang Bang - Greatest Hits Vol.10

31.03.2020 - 20:00 Uhr - Inselkino

2020 feiert das Duo LE BANG BANG Jubiläum. Vor genau zehn Jahren fand die erste Begegnung mit dem namensgebenden Urknall-Effekt statt. Ein spontan anberaumtes Bar-Konzert führte zu einem ekstatischen Aha-Moment bei Publikum wie Band gleichermaßen: Diese Sängerin und dieser Bassist - die Kombination war perfekt und LE BANG BANG geboren. „Bang!“: Das steht für den Moment, wenn alles zu passen scheint, der Kopf ausgeschaltet wird und das dicht-intime Miteinander aus Melodie und Groove die Zeit anhält. Stefanie Boltz und Sven Faller befreien eine Vielfalt an bekannten bis ungehörten Kompositionen von unnötigem Ballast und kleiden sie in überraschende neue Kleider. Seit zehn Jahre zaubern die beiden Virtuosen nur mit Stimme und Kontrabass einen Klangkosmos, der keine Minute kalt lässt. Wie selbstverständlich schaffen sie in ihrer minimalistischen Besetzung eine knisternde Spannung, bei der man sogar in großen Konzertsälen das Fallen einer Stecknadel hören könnte. Das Publikum erlebt zwei gleichberechtigte starke Typen, bei denen die Summe von 1 plus 1 deutlich mehr als 2 ergibt. Tickets erhalten Sie im Vorverkauf sowie an der Abendkasse (€ 14,00/€ 17,00)


Wilhelm Busch - Eine Lesung mit Musik

22.05.2020 - 20:00 Uhr - im Inselkino

Es gibt ja immer noch manche, die meinen, Wilhelm Busch sei der mit den lustigen Geschichten, die doch jeder schon in seiner Kindheit mit Vergnügen gelesen habe. „Max und Moritz“ ein Kinderbuch?

Es ist aufschlussreich zu verfolgen, warum es – wenn schon kein Kinderbuch – doch ein Buch der Kinder wurde. Aber: von wegen „lustig“! Busch – das ist schwärzeste Satire, schwärzeste Pädagogik gar, verbotener Stoff: bis 1929 war „Max und Moritz“ z. B. in der Steiermark auf dem Index. Und war da nicht auch noch der Antisemit Busch? War er? Der widersprüchliche Dichter und Maler, „unser aller Onkel“ (SZ), der „humoristische Volksdichter“ und das Vorbild für alle großen nachfolgenden Satiriker in beiden Genres – er wird uns heute einen vergnüglich-bösen Abend bereiten...

Es liest Stylianos Eleftherakis, für die musikalische Begleitung sorgen Peter Dahm (Saxofon) & Ralf Stahn (Kontrabass)


Christoph Reuter Quartett 

02.06.2020 - 20:00 Uhr - Inselkino

The Night Pilot - Das Christoph Reuter Quartett, um den gleichna- migen Berliner Jazzpianisten und Komponisten, gastiert mit seinem neuen Programm „The Night Pilot“ erstmalig im Inselkino Spiekeroog. Seine Musik ist inspiriert von EST, Avishai Cohen oder Maceo Parker. Die 15 Kompostionen von „The Night Pilot“ sind der perfekte Soundtrack für einen Flug über abendliche Fjorde. In seinem musikali- schen Alltag tourt er als preisgekrönter Kabarettist und Pianist durch die Republik. Nun erfüllt er sich und seinem Publikum den lang gehegten Wunsch, wieder mit einem Jazzprogramm auf Tour zu gehen. Zu seinem Quartett gehören drei sehr erfahrene Musiker – durch unzählige Auftritte und diverse Musikprojekte: Dirk Piezunka (Saxofon), Peter Schwebs (Bass) & Christian Klein (Schlagzeug)


Dahm/Saposchnikow/Breitkreutz 

12.06.20 - 20:00 Uhr - im Inselkino

Peter Dahm, Michael Saposchnikow und Falk Breitkreutz spielen neue Arrangements von Klezmer-Klassikern und  eigenen Kompositionen im Stil der osteuropäischen Musik. Dabei treffen die authentische Spielweise des Akkordeonisten auf die  Jazzvirtuosität der Bassklarinette und die von der Weltmusik geprägte Spielweise des Saxofons. Das Repertoire reicht von beseelten Melodien bis zu energetischen Tanzstücken. 
Besetzung: Peter Dahm: Saxofon, Michael Saposchnikow: Akkordeon, Falk Breitkreutz: Bassklarinette


Erich Kästner – der „patentierte Musterknabe“ als politischer Satiriker

01.07.2020 - 20:00 Uhr - im Inselkino

„Es gibt nichts Gutes außer man tut es.“ Der weltberühmte Kinderbuchautor. Der „verbrannte Dichter“ in der inneren Emigration, der Bonvivant, der Moralist, der Pazifist, der sich selbst als „Urenkel“ der Aufklärung beschrieb. Der Meister der bitter-süßen Verse und ein Satiriker, wie es nur wenige in Deutschland gab.

Erich Kästner, ein hochintelligentes und sensibles Kind, nannte sich selbst einen „patentierten Musterknaben“. Die emotional kalte Beziehung seiner Eltern prägt seine Kindheit. Sie ist ein „Drama mit drei Personen, letzter Akt und Höhepunkt: Weihnachten, Hauptdarsteller: ein kleiner Junge“. Eine schwere Bürde sind die Selbstmordversuche seiner Mutter, zu der er eine starke Bindung hatte, traumatisch auch seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg als „Primaner in Uniform“.

Kästner, ein tapferer Pazifist, trauriger Spötter und sarkastischer Satiriker, verstand sich als Aufklärer und Moralist nach dem Vorbild von Gotthold Ephraim Lessing. Er ergriff Partei, ohne Mitglied einer Partei zu sein, fand seine Themen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Im Dritten Reich gehörte Kästner zu den „verbrannten Dichtern“, dennoch emigrierte er nicht. Seinen Standpunkt formulierte er in Versform: „Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen. Mich lässt die Heimat nicht fort. Ich bin wie ein Baum, der – in Deutschland gewachsen – wenn’s sein muss, in Deutschland verdorrt“.

Es liest  Steljo Eleftherakis; für die musikalische Begleitung sorgen Peter Dahm (Saxophon) & Ralf Stahn (Kontrabass)


Hesse - Eine Lesung mit Cello und Saxofon

11.09.2020 - 20:00 Uhr - im Inselkino

Wer in den 60iger, 70iger und 80igern aufgewachsen ist und sich für Literatur interessierte, kam kaum an Hesse vorbei. Dabei war Hesse eigentlich schon ein „vergessener“ Dichter, dessen Werk gerade im deutschsprachigen Raum nicht mehr besonders geschätzt wurde. Und dann kam es doch zu dieser beispiellosen Hesse-Renaissance insbesondere unter den Jugendlichen in den USA, den Soundtrack dazu lieferte eine Band, die sich ihren Namen von einem Roman Hesses aus dem Jahre 1927 lieh: „Steppenwolf“ – Was fasziniert(e) an Hesse? Seine „rebellische“ Natur? Die „prototypischen“ Konflikte mit Eltern und Schule, die er z. B. in „Unterm Rad“literarisch verarbeitete? Die alternativen Lebensformen, die er ausprobierte? Die frühe Zivilisationskritik im „Steppenwolf“? Der „Grenzgang“ auf das Feld fernöstlicher Weisheiten in „Siddartha“? Jahrzehnte später scheint sein Werk jedenfalls den Zeitgeist getroffen zu haben. Hermann Hesse hat viele, auch viele und vielen unbekannte Facetten. Wir möchten Ihnen Leben und Werk dieses großen Dichters auf anregende und spannende Weise nahe bringen und laden Sie herzlich ein, dabei zu sein.
Es liest Stylianos Eleftherakis, für die musikalische Begleitung sorgen Ulrich Maiß am Cello und Peter Dahm am Saxofon 


Nous

29.09.2020 - 20:00 Uhr - im Inselkino

Nous schlagen über die Improvisation eine Brücke zur gedanklichen Freiheit, zur grenzenlosen Kommunikation. Nous – „Wir“ sind Henning Schmiedt am Klavier, der seine Wurzeln im ehemaligen Ost-Berlin hat und die Sängerin Marie Séférian, die als Halb-Libanesin in Münster groß geworden ist. Die Wurzeln von Ostdeutschland und Nah-Ost verschmelzen in dem Programm der beiden. Das neue Album beginnt mit den Worten: “Ich bin”. Das „Ich“ variiert sich im Wenigen und in Vielem, es versucht sich immer wieder neu zu erfinden – so als wolle es zurückkommen auf Ur-Laute, auf Ur-Klänge, auf Ur-Sprung. „Ich bin“ – singendes Selbstverstehen. Wenn zwei oder mehr Musiker zusammen Songs zum Erklingen bringen, dann ist keiner nur für sich, jeder könnte das aber doch meinen. “Ich bin” – das ist der Anlass. “Je Suis” ist Spielraum, Tauschraum, Innenraum. Ein Umschlagplatz für Herkunft – das ist „das Ich“, das singt: “Ich bin”. Egal woher, egal wohin. Gelebte Freiheit, Spontanität und Empathie für den Raum, in der die Musik von Nous erklingt.


DUAS - brasilianischer Jazz

03.11.2020 - 20:00 Uhr - im Inselkino

Das deutsch-brasilianische Duo DUAS lernte sich in Rio de Janeiro kennen, wo sie auch ihre ersten gemeinsamen Konzerte spielten. Lebendig, verspielt, beseelt und mitunter melancholisch - ihre Musik spiegelt die bunte Vielfalt des südamerikanischen Kontinents. Sie spielen eigene Kompositionen, sowie eigene Arrangements von Klassikern des brasilianischen Repertoires. Die Brasilianerin Aline Gonçalves (Flöte & Klarinette) kommt musikalisch aus dem Umfeld von Hermeto Pascoal und seiner „música universal“. Sie ist in der musikalischen Szene von Rio und São Paulo aktiv, und ist mit ihrer Band VerdeVioleta durch ganz Südamerika getourt.  Die Wahlberlinerin Susanne Paul ist Jazzcellistin (eine selten anzutreffende Spezies) und begeistert sich schon lange für brasilianische Musik. Sie ist mit Uwe Kropinski, Etta Scollo und dem Julia Hülsmann Oktett in ganz Europa unterwegs. Aline Gonçalves (Rio de Janeiro): Flöte & Klarinette, Susanne Paul (Berlin): Cello