Natur & Umwelt

Kaum zu glauben, aber der höchste natürliche Berg Ostfrieslands steht auf Spiekeroog! Wittdün heißt der stolze Gipfel: Weiße Düne. Er erreicht Schwindel erregende 24m. 

Früher bestand die Insel fast nur aus unbefestigtem Sand. Es gab weder Baum noch Strauch und der Sturm blies den Sand wohin er wollte. Doch die Spiekerooger bepflanzten die Außendünen mit Strandhafer und legten Wäldchen an. Diese hielten den Sand fest und stabilisierten die Insel. Der Inselbefestigung dienten auch Spundwand und Buhnen am so genannten Sturmeck im äußersten Westen: An ihnen ging die Insel dauerhaft vor Anker. Ganz allmählich veränderte sie ihr Gesicht. Dem Strandhafer folgten weitere Gräserarten und buschige Krähenbeerheide. Sie überzogen die Dünen mit einem immer dichteren Teppich und befestigten so die Insel.

Ständig in Bewegung - Ebbe & Flut verändern das Gesicht des Wattenmeers täglich. Einzigartig. Und unglaublich aufregend!

Und Spiekeroog verändert sich immer weiter. An der Ostplate können Wissenschaftler die Inselentstehung sozusagen im Zeitraffer studieren. In den 50er Jahren noch eine nackte Sandbank, hat sich dort in Jahrzehnten eine vom Menschen unbeeinflusste einmalige Salzwiesen und Dünenstruktur entwickelt. Das Gebiet darf daher nur auf einigen wenigen, gekennzeichneten Wegen betreten werden.

Die Besucher der Insel schätzen das gesunde Klima und die überraschend üppige Natur. Sie genießen Sand, Sonne, Himmel, Meeresrauschen und das Kreischen der Möwen in der salzigen Luft. Auf ausgedehnten Spaziergängen entdecken sie Wäldchen aus teilweise über hundertjährigen Kiefern, aus Eichen, Erlen, Moorbirken und Zitterpappeln. 

Auch die Vögel haben die grüne Insel für sich entdeckt. Manche verbringen hier nur den Sommer und reisen von weit her an: aus Frankreich, Spanien, sogar aus Nordafrika. Andere wiederum bekommt man kaum zu Gesicht, wie die Waldohreule, die bei Dunkelheit lautlos über die Dünen streicht. Weniger lautlos ist da schon der Rotschenkel, der mit seinen roten Beinen durch das dichte Gras der Hellerwiesen stakst und dabei ein melodisches „tjüü – tjüü“ von sich gibt. 

Auf der Insel kann man Blumen bestimmen, Vögel beobachten, Pilze suchen und sogar Rehen begegnen. Das natürliche Gleichgewicht auf der Insel ist sehr empfindlich. Damit die Vögel in Ruhe brüten können, gehören Hunde inselweit an die Leine. Und weil schon kleinste Trittspuren am Dünenhang zu den größten Schäden führen, gibt es überall ausgewiesene Wander- und Reitwege.

Die faszinierende Natur führt das Nationalpark-Haus Wittbülten in einem breiten Panorama vor. In der Ausstellung geht es um Gezeiten, um die Entstehung der Insel und darum, wie sich ihre vielen verschiedenen Lebensräume im Laufe der Zeit entwickelt haben. Hauptattraktionen sind ein 15 Meter langes Pottwalskelett und die aufwändig gestaltete Aquarienanlage, in der die Nordseebewohner sogar gestreichelt werden dürfen.

Einzigartige Tier- und Pflanzenwelt! Zum Staunen, Bewundern, Anfassen und Erleben!

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Spiekeroogs Natur so nah! Erleben Sie das Geheimnis der Spiekerooger Natur auf einer naturkundlichen Wanderung, einer Ausflugsfahrt mit dem Schiffskutter oder während einer Wattwanderung durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die erfahrenen Wattführer verraten Ihnen gerne das eine oder andere Geheimnis dieses weltweit einmaligen Biotops.

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