Spiekeroog News

Fünf Sturmfluten

Sabine: Dünenabbrüche, Dachschaden + Deichsicherung

Sabine: Dünenabbrüche, Dachschaden + Deichsicherung

Spiekeroog ‒ Sturmtief „Sabine“ mit orkanartigen Böen von bis zu 11 Beaufort aus Südwest hat Spiekeroog drei Tage in Atem gehalten. Das Nachthochwasser am 12. Februar stieg fast 2 Meter über MTHw an, das Nachmittagshochwasser am 10. Februar um 1,75 Meter. Es gab fünf Sturmfluten in Folge. Am Strand kam es zu erheblichen Sandverlusten. Die Abbruchkante von bis zu 2 Metern Höhe erstreckt sich über einige Kilometer. Besonders stark gelitten haben die 2017 aufgespülten Dünen in Höhe Zeltplatz.

Die ersten orkanartigen Böen rissen am Wohntrakt der katholischen Kirche St. Peter einen Teil des Dachs weg. Die Feuerwehr sicherte die Stelle ab, die NSB unterstützte mit einem Radlader.  Zum Glück blieb das vor zwei Jahren sanierte Zeltdach unbeschädigt. An Bäumen im Dorf und in den Wäldchen wurden viele Äste abgebrochen. Das Wattenmeer überflutete mehrmals Hellerpad und Westend und spülte Unmengen Teek an. Vom 10. bis 12. Februar sagte die NSB vier Fährverbin-dungen von und nach Neuharlingersiel ab. Grund waren neben den Böen die überfluteten Häfen. Der NLWKN hatte schon im Januar das Deichtor zusätzlich mit Sandsäcken gesichert. Auf Empfehlung des Küstenschutzes wurde die Brücke über das Gleis der Pferdebahn nun gesperrt. Grund ist ein Gutach-ten, wonach für die Standsicherheit von Brücke und Deichschart nicht mehr garantiert werden kann. Weitere Untersuchungen sollen folgen. Ob die Museumspfederbahn mit Beginn der Osterferien starten kann, ist derzeit ungewiss.

Quelle: Spiekerooger Inselbote