Lüch up und fleu herut!

Boßeln, zu Hochdeutsch „kugeln“ ist schnell erklärt und braucht nicht viel: Eine Kugel wird über eine möglichst weite Strecke am Deich oder an der Straße geboßelt. Es gewinnt die Mannschaft, die das ausgemachte Ziel mit den wenigsten Würfen erreicht. Beim Boßeln stehen Spaß und Boßelkulinarik à la Bollerwagen im Vordergrund. Jeder kann es spielen und das fast überall. Ein dreifaches „Lüch up und fleu herut“ auf die Sieger.

Man kann ohne Boßeln leben. Aber warum?

Trotz der Ähnlichkeiten mit anderen Sportarten wie Boccia und Boule, ist der Boßelsport einzigartig. Und zwar in jeder Beziehung. Schließlich ist Boßeln ein höchst traditioneller friesischer Volkssport getreu dem Motto:

„Der Friese lernt zuerst das Laufen und dann das Boßeln.“

Boßeln entwickelte sich in Deutschland vor etwas mehr als hundert Jahren aus dem Klootschießen, einem archaischen Sport mit vermutlich 2000 Jahre alter Tradition. Es ist nicht mit Sicherheit bewiesen, wer das Boßeln erfunden hat und bis heute scheiden sich darüber die Geister. Die einen sagen, es wären die Holländer gewesen, manche schieben es auf die Iren und hier sind sich natürlich alle sicher, dass es die Ostfriesen waren. Zumindest in einem Punkt sind sich alle einig: Boßeln und Spaß gehören zusammen.

Probieren Sie es doch mal:

  • Es ist ein Sport für Jung und Alt und man lernt es in Nullkommanichts.
  • Man ist gemeinsam an der frischen Luft und in Bewegung.
  • Boßeln ist ein absoluter Teamsport und fördert die Kommunikation.
  • Man kann grundsätzlich solange spielen wie man will.
  • Der Spaßfaktor ist riesig. Immer!
  • Man braucht nur wenig Equipment und kann immer kreativ werden.
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