Uralt und wunderschön

Die Spiekerooger sind seit jeher ein kreatives Inselvolk mit nachhaltigen Ideen. Und so begannen Sie schon im 19. Jahrhundert Wäldchen anzulegen und die Außendünen mit tief wurzelndem Strandhafer zu stärken, um ihre karge Insel zu schützen und den weißen Sand zu bändigen. Heute gedeihen auf unserer nun grünen Insel einzigartige Wäldchen mit altem Baumbestand, die auch einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt ein Zuhause im Nationalpark bieten.

Wunderbar wanderbar. Und wie!

Es war einmal ein Oberforstdirektor aus Hannover, dessen Name zwar in keinem Geschichtsbuch zu finden ist, der es sich aber vor rund 160 Jahren trotzdem nicht nehmen ließ, ein wunderschönes Wäldchen aus Birken, Kiefern und Eichen auf Spiekeroog anzulegen. Das fanden die Spiekerooger natürlich gut. Und nach und nach kamen Ebereschen, Zitterpappeln und Erlen dazu, auch Krähenbeerheiden fingen überall an, Wurzeln zu fassen. Im Laufe der Jahre wurde Spiekeroog grüner und grüner. Es entstanden immer mehr kleine grüne Oasen, die nicht nur einen hohen Schutz vor Flugsand und Wanderdünen darstellen, sondern auch vielen Vogelarten und anderen Tieren Schutz und eine fabelhafte Heimat bieten. Mit etwas Glück kann man in unseren Wäldchen sogar Waldohreulen beobachten.

Inzwischen ist unsere Grüne Insel mit ihren 17 Wäldchen sogar ganz wunderbar wanderbar, selbst Pilzsucher kommen im Herbst voll auf ihre Kosten. Über 200 Pilzarten wachsen und gedeihen hier in den Spiekerooger Wäldchen.  

Auf den Dünen gewähren die weitverzweigten Wurzeln des Strandhafers dem Sand den so wichtigen Halt. Und er sorgt außerdem dafür, dass auf seinen starken Wurzelschultern Graudünen, Braundünen und auch Salzwiesen mit einzigartigen Blumenkissen, Flechten und Moosen entstehen können. So ist in den letzten rund 70 Jahren eine faszinierende Salzwiesen- und Dünenlandschaft entstanden, die im Wattenmeer einmalig ist.

Spiekeroog ist also nicht nur eine besonders grüne Nordseeinsel. Sie ist auch eine kleine, aber unglaublich spannende „Forschungsstation“, die seltenen Pflanzen wie Stranddisteln, Strandflieder und der Salzaster ideale Bedingungen und vielen Insekten und Vogelarten wie Eiderenten, Austernfischer, Silbermöven, Graugänsen und Löfflern ein sicheres Zuhause bietet.

Gönnen Sie sich unbedingt einen Besuch IM und eine Tour mit den Rangern des Nationalpark-Haus Wittbülten!

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