In stürmischen wie in sonnigen Zeiten

Für die Menschen im Wattenmeer ist das Inselleben schon immer eine Herausforderung gewesen. Viele Sturmfluten haben die ostfriesischen Inseln in den letzten Jahrhunderten heimgesucht und teils großen Schaden hinterlassen. Mit aufwändigen Küstenschutzmaßnahmen, wie z. B. einer Verstärkung der Deiche und nicht zuletzt zunehmender Nachhaltigkeit, wird auf Spiekeroog dafür gesorgt, dass die Insel auch zukünftig für Sturmwetterlagen gewappnet ist.

Die Kraft von Wind und Wellen.

Was genau versteht man eigentlich unter einer Sturmflut? Wann wird die Nordsee zum tobenden Meer, das Deiche und ganze Küstenregionen zu verschlingen droht?

Ebbe und Flut, an der Nordseeküste das Normalste auf der Welt. Wie aber kann es innerhalb dieses Gezeitenrhythmus, der maßgeblich durch die Anziehungskräfte von Sonne und Mond gesteuert wird, zu einer Sturmflut kommen?

Auch wenn es ein Zusammenspiel von Luftdruck, Gezeiten, Küstenform und Windverhältnissen ist, man kann es in vier Worten auf den Punkt bringen: ohne Wind keine Sturmflut! Er muss nur stark und lange genug aus unerwünschter Richtung wehen und die Wassermassen rollen los ... An der Nordsee sind es vor allem die Nord-, Nordwest- und Westwinde, die Sturmfluten sehr gefährlich werden lassen können.

Angesichts des Klimawandels und des Meeresspiegelanstiegs, ist der nachhaltige Küstenschutz nicht nur auf Spiekeroog viel mehr als ein Projekt. Er gehört zum täglichen Leben. Denn egal wie massiv Befestigungen sind, den Kräften von Strömung und Wellenschlag können sie immer nur für eine gewisse Zeit standhalten und müssen darum kontinuierlich weiterentwickelt und gepflegt werden.

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