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Bergung der Spiekeroog IV

Bergung der Spiekeroog IV

17.02.2024 - Erstes Etappenziel erreicht

Am dritten Tag der Bergung sind deutliche Ergebnisse sichtbar. Die Spiekeroog IV steht nun auf dem oberen Frachtplatz mit Blickrichtung Spiekeroog und damit ist das erste große Etappenziel erreicht!

Um 8 Uhr begann der Tag mit dem Abbau der Holzstapel und Hydraulik-Stempel. Die Spiekeroog IV lag seit dem Vortag auf den STMPs auf. Nachdem alle Gerätschaften rund um das Schiff weggefahren waren, ging es auch schon um ca. 10:00 Uhr los. Es dauerte keine 10 Minuten bis die Spiekeroog IV vom unteren Frachtplatz, auf die Fahrspur, neben den Busparkplatz und dann rückwärts auf den Frachtplatz gefahren war. Das ganze haben wir im Zeitraffer einmal für Sie festgehalten. (s.u.)

Dort wurden auf der Endposition sogenannte Elefantenfüße unter das Schiff gestellt, sodass danach die SPMTs wieder herausfahren konnten. Der Rumpf steht nun frei und wird noch durch weitere Stützen unterfüttert, sodass am Montag hier die Besichtigungen und Arbeiten beginnen können. Damit ist das erste Ziel der Bergefirma erreicht und der nächste Schritt erfolgt dann wasserseitig mit dem Kran in einigen Tagen, wenn die Arbeiten am Schiff erledigt sind.

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Frühere Meldungen zum Thema

Bergung der Spiekeroog IV

16.02.2024

Der zweite Bergungstag endete mit dem Einbruch der Dunkelheit und mit dem Ergebnis: Die Spiekeroog IV steht sicher auf den SPMTs (Modulare selbst angetriebene Schwerlasttransporter)

Zunächst wurde heute das Anheben mittels Hebekissen und das Unterfüttern bis auf 50cm fortgesetzt. Dann übernahmen nachmittags die hydraulischen Hebewerkzeuge mit dem sogenannten Stapelhub. Im Vergleich zu den Hebekissen ging das hydraulische Anheben deutlich schneller und konnte mit dem bloßem Auge beobachtet werden. Auch hier wurde das Schiff Stück für Stück angehoben, bis es am Ende auf den fertigen Holzstapeln stand.

Gegen 18 Uhr wurden dann die zwei Stränge SPMTs unter das Schiff gefahren. Eigentlich sollten diese zunächst quer unter das Schiff gefahren werden, damit die IV einmal gedreht werden kann. Durch das fahrerische Können der Bergefirma hat es jedoch geklappt, direkt längs unter das Schiff zu fahren  Im Anschluss wurden die beiden Stränge miteinander verschraubt und angehoben, sodass die IV nun auf der großen Plattform komplett aufliegt.

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Baustelleneinrichtung für Bergung der Spiekeroog IV beginnt

15.02.2024

Die Vorbereitung der Baustelle für die Bergung der Spiekeroog IV hat begonnen. Über 10 LKW-Ladungen Material wurden dazu am heutigen Donnerstag auf die Fläche gehoben, auf der die Spiekeroog IV seit dem 22.12.2023 nun liegt. Mit Hilfe von Hartgummi-Hebekissen wurde das Schiff zunächst angehoben, bevor es am morgigen Freitag von zwei selbstlenkenden Schwerlastmodulen in die Nähe der Kaimauer transportiert werden soll. Hier wird der Havarist dann auch noch einmal auf eventuelle Schäden untersucht. um zu prüfen, ob ein Wertaufenthalt erforderlich ist. Wir halten an dieser Stelle informiert.

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Havarie der Spiekeroog IV

Bergung im Laufe des Februars

24.01.2024 I Seit einigen Wochen ist das Frachtschiff Spiekeroog IV ein eindrucksvolles Zeugnis der immensen Kräfte von Sturm und Wasser. Auf der Parkfläche gelegen, wirkt das Schiff in seiner vollen Größe und zieht seit dem Vorfall immer wieder Schaulustige an, die sich von den Folgen des Sturmereignisses einen Eindruck verschaffen wollen. Direkt am ersten Tag der Havarie wurde ein umfassendes Krisen-Team gebildet mit dem konkreten Ziel, die Bergungsmaßnahmen bestmöglich zu planen und umzusetzen. Dieses Team besteht aus Vertretern der Nordseebad Spiekeroog GmbH, dem Hafenzweckverband Neuharlingersiel, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), einem Statik-Büro sowie aus einem von den Schiffseigentümern beauftragten Ingenieurbüro. Seitdem gingen dazu von vier verschiedenen Anbietern Angebote zur Bergung des Frachtschiffes ein.

Den Zuschlag erhielt ein Anbieter aus Hamburg. Das Schiff wird mittels Hebekissen angehoben, damit selbstlenkende Schwerlastmodule unter das Schiff gefahren werden können. Anschließend erfolgt der Transport in Richtung Kaimauer. Dort übernimmt dann ein Schwimmkran und wird die Spiekeroog IV zurück ins Wasser heben. Im Verlauf der Bergung wird der Unterboden besichtigt, sodass in Zusammenarbeit mit der Klassifikationsgesellschaft entschieden wird, ob ein Werftaufenthalt folgen muss. Diese Variante wurde von allen Beteiligten des Krisen-Teams als die sicherste für die Bergung der rund 336 Tonnen schweren Spiekeroog IV eingeschätzt, da somit hohe Lasten direkt an der Kaimauer vermieden werden können. Die Bergung wird über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen schrittweise und wetterabhängig erfolgen, da der Schwimmkran optimale Wetterbedingungen für den Transfer benötigt.

Den Frachttransport während des Ausfalls des Schiffes hat die Personenfähre Spiekeroog I übernommen. Die Inselversorgung ist so jederzeit sichergestellt. Waren und Güter, die nicht auf der Spiekeroog I befördert werden können, werden nach Bedarf über den Hafen Harlesiel nach Spiekeroog gebracht.

Pünktlich zu den Osterferien ab Mitte März werden alle drei Linienschiffe sowie der Neuzugang WattnExpress mit täglich zahlreichen Abfahrten zwischen Festland und Insel verkehren. Die Saisonvorbereitungen aller Leistungsanbieter der Insel Spiekeroog haben bereits begonnen, um Tages- und Übernachtungsgästen einen erholsamen Inselaufenthalt zu garantieren.

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Sturmtief Zoltan verursacht Havarie der Kombifähre Spiekeroog IV

Spiekeroog, 22.12.2023 – Am heutigen Freitagmorgen gegen 5.00 Uhr ereignete sich aufgrund des Sturmtiefs Zoltan eine Havarie der Kombifähre Spiekeroog IV. Das Schiff wurde durch die enormen Windkräfte von den Leinen gerissen und auf eine im Außendeichgelände gelegene überflutete Parkplatzfläche getrieben.

Obgleich der sorgfältigen Sicherheitsvorkehrungen, die die Schiffsmannschaft am Abend zuvor getroffen hatte – darunter das Setzen von Sturmleinen – löste sich die Fähre bei Hochwasser und Orkanstärke des Windes von den Pollern. Verletzt wurde niemand.

Schiffsbesichtiger werden im Laufe des heutigen Tages die Situation vor Ort begutachten, um die notwendigen Schritte für die Bergung einzuleiten. Die Bergungsmaßnahmen werden voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.

Trotz der Havarie werden die Schiffsverbindungen zur Insel in den Weihnachtsferien und Anfang Januar durch die Schiffe Spiekeroog I sowie Spiekeroog II weiterhin gewährleistet sein.

Aktuelle Informationen zu den Abfahrtszeiten und weitere Details finden sich auf der offiziellen Website www.spiekeroog.de

Pressekontakt:

Ansgar Ohmes

Geschäftsleitung
Nordseebad Spiekeroog GmbH
-Kurverwaltung und Schifffahrt-
Noorderpad 25
26474 Spiekeroog
Telefon: 04976 9193-115
Telefax: 04976 9193-113
E-Mail: geschaeftsfuehrung@spiekeroog.de