©NSB I Patrick Kösters

Zeltplatzresidenz

Kunststipendium

Spiekerooger Zeltplatzresidenz

Inmitten einer einzigartigen Natur und rund drei Kilometer vom Dorfkern entfernt, liegt der Spiekerooger Zeltplatz – einer der schönsten Naturzeltplätze Europas. Ein Ort, der Inspiriert – hier bekommt man den Kopf frei für das Wesentliche. Seit Jahren nutzen Künstler den Zeltplatz als Rückzugsort, Quelle ihrer Inspiration und Kreativität. Die „Spiekerooger Zeltplatzresidenz“ möchte dies unterstützen, das Kunststipendium ermöglicht dem Sieger die Umsetzung eines temporären Kunstprojektes auf der autofreien Insel. Als Residenz wird ein Zelt zur Verfügung gestellt, ebenso erhält der Gewinner eine finanzielle Förderung sowie umfangreiche Kommunikationsleistungen. Gefördert werden Kunstprojekte, die im öffentlichen Raum stattfinden, Aufmerksamkeit für soziale und ökologische Problematiken generieren und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein dafür schaffen. Das Thema wird jährlich neu festgegt.

Spiekerooger Zeltplatzresidenz 2026 - Juryentscheidung

​​​​​​​Die Preisträger*innen

Wir gratulieren herzlich allen drei Finalist*innen zu ihren außergewöhnlichen künstlerischen Konzepten!

1. Platz: „Windkörper – Stimmen der Insel" von Maurizio Candela Rodriguez

Das Siegerprojekt überzeugte die Jury durch seinen leisen, poetischen Ansatz sowie durch ein tiefes Gespür für die dem Thema des Vogelfreien innewohnende Verletzlichkeit.

Was uns im Sommer erwartet:

  • Klanginstallationen aus ungebranntem Ton an verschiedenen Orten der Insel
  • Offene Workshops, in denen Besucher*innen und Einheimische eigene Windkörper gestalten können
  • Gemeinsame Klangwanderungen, die zu einer neuen akustischen Wahrnehmung der Insel einladen
  • Ein lebendiger künstlerischer Prozess: Zerstörtes wird erneuert, Neues erschaffen
  • Beeindruckt zeigte sich die Jury von der sensiblen, nahezu demütigen Annäherung an die Insel, ihre Natur und das Thema des Ausgesetztseins, des Vogelfreien. Vor dem Hintergrund globaler, klimawandelbedingter Herausforderungen versteht sich das Projekt als zeitgenössischer, experimenteller Versuch, neue Formen des Wahrnehmens und Umgangs mit diesen Bedingungen zu erproben

Die "Windkörper" werden zu stillen Zeugen der Inselkräfte und laden ein, Wind und Wetter neu zu erleben – ein Kunstprojekt, das die besondere Atmosphäre Spiekeroogs einfängt und verstärkt.

2. Platz: „Vogelfrei – frei wie ein Vogel" von Amina Brotz

Das Projekt macht Spiekeroog als mehrsprachige Klanglandschaft erfahrbar:

  • Dialog zwischen Plattdeutsch und internationalen Sprachen
  • Innovative Installationen und Performances
  • Visuelle und akustische Erlebnisräume

3. Platz: „Vogelfrei – The Storm Gathered Together Those Thrown to the Winds" von Ivo Kiefer

Eine skulpturale Malerei-Installation in den Dünen:

  • Sensible Integration in die Dünenlandschaft
  • Prozesshafte Entstehung in Auseinandersetzung mit Wind und Wetter
  • Dialog zwischen Kunst und Naturschutz

Ausblick

Wir freuen uns auf einen kulturell bereichernden Sommer 2026 und die Begegnung mit Maurizio Candela Rodriguez und seinen "Windkörpern" auf unserer Insel. Die Verbindung von Natur, Gemeinschaft und Kunst verspricht ein besonderes Erlebnis für Insulaner*innen und Gäste gleichermaßen.

Danke an alle Teilnehmenden für ihre inspirierenden Beiträge zum Thema "Vogelfrei". Die nächste Ausschreibung der Zeltplatzresidenz wird in Kürze bekannt gegeben.

Rückblick 2025

11. Spiekerooger Zeltplatzresidenz 2025: „the end of the f. world“

Die 11. Spiekerooger Zeltplatzresidenz stand 2025 unter dem Motto the end of the f. world und verwandelte den Strand von Spiekeroog in einen temporären Denk- und Dialograum. Die Berliner Künstlerin Constanze Klar schuf mit ihrer Bar nicht nur einen Ort der Gastfreundschaft, sondern auch einen Raum für künstlerische und gesellschaftliche Reflexion. Zwischen ausgedienten Möbelstücken, rostiger Schrankwand-Ästhetik und norddeutschem Lütt un Lütt entstanden intensive Gespräche über Endzeitstimmung, politische Spaltungen und das Zusammenleben in Zeiten des Umbruchs.

Mit Zustimmung der Teilnehmenden wurden die Gespräche aufgezeichnet und anschließend in einer einzigartigen Knetgummi-Animation verarbeitet. Diese filmische Umsetzung verband dokumentarische und künstlerische Perspektiven auf eindrucksvolle Weise. Die Premiere der Animation fand am 4. Juli 2025 „am Ende der Welt“ statt – mit Barbetrieb und Endzeitveranstaltung als krönendem Abschluss der Residenz.

Klar verstand es, die Besucherinnen und Besucher zu ermutigen, über gesellschaftliche Themen nachzudenken, zuzuhören und miteinander in Dialog zu treten. Ihr Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Kunst, Partizipation und Gastfreundschaft zu einer kraftvollen Erfahrung verschmelzen können.

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