Zeltplatzresidenz
Jährliches Kunststipendium
Jährliches Kunststipendium
Inmitten einer einzigartigen Natur und rund drei Kilometer vom Dorfkern entfernt, liegt der Spiekerooger Zeltplatz – einer der schönsten Naturzeltplätze Europas. Ein Ort, der Inspiriert – hier bekommt man den Kopf frei für das Wesentliche. Seit Jahren nutzen Künstler den Zeltplatz als Rückzugsort, Quelle ihrer Inspiration und Kreativität. Die „Spiekerooger Zeltplatzresidenz“ möchte dies unterstützen, das Kunststipendium ermöglicht dem Sieger die Umsetzung eines temporären Kunstprojektes auf der autofreien Insel. Als Residenz wird ein Zelt zur Verfügung gestellt, ebenso erhält der Gewinner eine finanzielle Förderung sowie umfangreiche Kommunikationsleistungen. Gefördert werden Kunstprojekte, die im öffentlichen Raum stattfinden, Aufmerksamkeit für soziale und ökologische Problematiken generieren und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein dafür schaffen. Das Thema wird jährlich neu festgegt.
Wir gratulieren herzlich allen drei Finalist*innen zu ihren außergewöhnlichen künstlerischen Konzepten!
1. Platz: „Windkörper – Stimmen der Insel" von Maurizio Candela Rodriguez
Das Siegerprojekt überzeugte die Jury durch seinen leisen, poetischen Ansatz sowie durch ein tiefes Gespür für die dem Thema des Vogelfreien innewohnende Verletzlichkeit.
Was uns im Sommer erwartet:
Die "Windkörper" werden zu stillen Zeugen der Inselkräfte und laden ein, Wind und Wetter neu zu erleben – ein Kunstprojekt, das die besondere Atmosphäre Spiekeroogs einfängt und verstärkt.
2. Platz: „Vogelfrei – frei wie ein Vogel" von Amina Brotz
Das Projekt macht Spiekeroog als mehrsprachige Klanglandschaft erfahrbar:
3. Platz: „Vogelfrei – The Storm Gathered Together Those Thrown to the Winds" von Ivo Kiefer
Eine skulpturale Malerei-Installation in den Dünen:
Ausblick
Wir freuen uns auf einen kulturell bereichernden Sommer 2026 und die Begegnung mit Maurizio Candela Rodriguez und seinen "Windkörpern" auf unserer Insel. Die Verbindung von Natur, Gemeinschaft und Kunst verspricht ein besonderes Erlebnis für Insulaner*innen und Gäste gleichermaßen.
Danke an alle Teilnehmenden für ihre inspirierenden Beiträge zum Thema "Vogelfrei". Die nächste Ausschreibung der Zeltplatzresidenz wird in Kürze bekannt gegeben.
Die 11. Spiekerooger Zeltplatzresidenz stand 2025 unter dem Motto the end of the f. world und verwandelte den Strand von Spiekeroog in einen temporären Denk- und Dialograum. Die Berliner Künstlerin Constanze Klar schuf mit ihrer Bar nicht nur einen Ort der Gastfreundschaft, sondern auch einen Raum für künstlerische und gesellschaftliche Reflexion. Zwischen ausgedienten Möbelstücken, rostiger Schrankwand-Ästhetik und norddeutschem Lütt un Lütt entstanden intensive Gespräche über Endzeitstimmung, politische Spaltungen und das Zusammenleben in Zeiten des Umbruchs.
Mit Zustimmung der Teilnehmenden wurden die Gespräche aufgezeichnet und anschließend in einer einzigartigen Knetgummi-Animation verarbeitet. Diese filmische Umsetzung verband dokumentarische und künstlerische Perspektiven auf eindrucksvolle Weise. Die Premiere der Animation fand am 4. Juli 2025 „am Ende der Welt“ statt – mit Barbetrieb und Endzeitveranstaltung als krönendem Abschluss der Residenz.
Klar verstand es, die Besucherinnen und Besucher zu ermutigen, über gesellschaftliche Themen nachzudenken, zuzuhören und miteinander in Dialog zu treten. Ihr Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Kunst, Partizipation und Gastfreundschaft zu einer kraftvollen Erfahrung verschmelzen können.
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