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Strandimmobilien

Zukunft der Strandimmobilien

Beschluss durch Gesellschafterversammlung

Spiekeroog, 13. Juni 2026 – Die Gesellschafterversammlung der Nordseebad Spiekeroog GmbH (NSB) hat in ihrer Sitzung am 11. Juni 2026 ein Gesamtkonzept für die Strandimmobilien auf Spiekeroog beschlossen. Im Mittelpunkt steht die Modernisierung der Strandhalle, die im Winterhalbjahr 2027/2028 umgesetzt wird. Bislang war diese Maßnahme für den Winter 2026/2027 geplant. Flankiert wird das Vorhaben durch die Nutzungsänderung der Strandsporthalle sowie die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (B-Plan-Verfahren) für das gesamte Strandimmobilien-Areal. Die parallele Umsetzung aller drei Maßnahmen schafft Synergien, spart Kosten und sorgt für langfristige Planungs- und Rechtssicherheit.

„Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Gesellschafterversammlung für ein Gesamtkonzept. Nach einer intensiven Prüfung verschiedener Optionen für die künftige Unterbringung der DLRG-Wachgängerinnen und -Wachgänger können wir nun einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und die Weiterentwicklung des gesamten Strandimmobilien-Areals aus einem Guss planen. Durch die frühzeitige Einbindung der künftigen Betreiberinnen und Betreiber der Gastronomieeinheiten in die weiteren Umbauplanungen der Strandhalle stellen wir zudem sicher, dass die Modernisierung den Anforderungen aller Beteiligten gerecht wird und die Strandhalle langfristig zukunftsfähig aufgestellt ist", so Ansgar Ohmes, Geschäftsführer der NSB.

Gesamtkonzept statt Einzelmaßnahmen
Die Strandimmobilien auf Spiekeroog sind mehr als ein einzelnes Gebäude. Strandhalle, Strandsporthalle, Strandkorbhalle, Strandtoiletten sowie die umliegenden Wege und Freiflächen bilden eine Einheit, die für Gäste wie Einheimische gleichermaßen von zentraler Bedeutung ist. Jährlich passieren allein die Strandhalle über 80.000 Übernachtungsgäste und 70.000 Tagesgäste auf dem Weg zum Hauptbadestrand. Sie ist damit unverzichtbarer Bestandteil der touristischen Infrastruktur. Genau diese enge Verbindung der einzelnen Strandimmobilien untereinander war ausschlaggebend für den Beschluss der Gesellschafterversammlung, die anstehenden Maßnahmen nicht isoliert, sondern als aufeinander abgestimmtes Gesamtprojekt anzugehen. Die Vorteile dieses Ansatzes: einheitliche Genehmigungsverfahren, parallele Bauphase, koordinierte Logistik und eine abgestimmte Kommunikation mit Behörden, Betreibern und Öffentlichkeit. 

Modernisierung der Strandhalle wird in das Winterhalbjahr 2027/2028 verlegt
Zugunsten des Gesamtkonzepts wird die Modernisierung der Strandhalle ein Jahr später als bislang geplant durchgeführt. Sie soll nun im Winterhalbjahr 2027/2028 stattfinden. Das Gebäude aus den 1970er-Jahren wird grundlegend ertüchtigt und zeitgemäß umgestaltet, mit vier modernen Gastronomie- und Gewerbeeinheiten in einzigartiger Strandlage, unmittelbar am Zugang zum Hauptbadestrand. 

Die Planung der baulichen Maßnahmen erfolgt durch ein erfahrenes Architekturbüro aus der Region, das bereits die Bestandsanalyse und die erste genehmigungsrechtliche Bewertung übernommen hat. Angesichts der komplexen Anforderungen – etwa in den Bereichen Brandschutz, Energieversorgung, Nutzungsänderungen und Außenanlagen – ist die Einbindung qualifizierter Fachplanung unverzichtbar. Sie schafft die Grundlage für eine wirtschaftliche, rechtssichere und nachhaltige Umsetzung der Modernisierung.

Strandsporthalle bietet künftig Wohnraum für DLRG-Wachgängerinnen und Wachgänger
Eng verzahnt mit der Modernisierung der Strandhalle ist die geplante Nutzungsänderung der Strandsporthalle. Die Gesellschafterversammlung hat die Geschäftsführung der NSB beauftragt, die Planungen für den Umbau der Strandsporthalle voranzutreiben. Ziel ist die Schaffung von saisonalem Wohnraum für die DLRG-Wachgängerinnen und -Wachgänger von der Ortsgruppe Lamstedt.

Die DLRG leistet auf Spiekeroog einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Strandgäste. Eine angemessene, dauerhaft verfügbare Unterkunft für das Wachpersonal ist dafür eine grundlegende Voraussetzung. Der Umbau soll möglichst parallel zur Modernisierung der Strandhalle ebenfalls im Winterhalbjahr 2027/2028 stattfinden. Eine Entscheidung, die aus Sicht der Nordseebad Spiekeroog GmbH nicht nur inhaltlich sinnvoll ist, sondern auch wirtschaftliche Vorteile durch die gemeinsame Nutzung von Baustelleninfrastruktur und Koordinationsaufwand bietet. Voraussetzung für den parallelen Umbau der Strandsporthalle ist, dass die baurechtlichen Voraussetzungen rechtzeitig geschaffen werden können.

B-Plan-Verfahren: Langfristige Planungssicherheit für das gesamte Strandimmobilien-Areal
Ein weiterer zentraler Baustein des Gesamtkonzepts ist die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (B-Plan-Verfahrens) für das Strandimmobilien-Areal. Die Gemeinde Spiekeroog wird das Areal der Strandimmobilien parallel überplanen und einen Bebauungsplan entwickeln und umsetzen. Es soll das gesamte Gelände rund um die Strandimmobilien erfassen: Strandhalle, Strandsporthalle, Strandkorbhalle, Strandtoiletten sowie die umliegenden Wege und Freiflächen. 

Ein Bebauungsplan schafft die notwendige planungsrechtliche Grundlage für alle geplanten baulichen Maßnahmen und sichert langfristig die Genehmigungsfähigkeit der Strandimmobilien. Da aus dem ursprünglich vorgesehenen Neubauvorhaben bereits belastbare Planungsunterlagen vorliegen, kann das neue Verfahren darauf aufbauen. Das B-Plan-Verfahren schafft die notwendige planungsrechtliche Grundlage für alle geplanten baulichen Maßnahmen und sichert langfristig die Genehmigungsfähigkeit der Strandimmobilien.

Gastronomieausschreibung mit positiver Resonanz – neue Mietverträge in Vorbereitung
Parallel zu den Modernisierungsplanungen treibt die NSB die Vorbereitungen für die künftige gastronomische Nutzung der Strandhalle voran. Im April 2026 wurden die vier Gastronomie- und Gewerbeeinheiten öffentlich ausgeschrieben. Bis zum Bewerbungsschluss Ende Mai 2026 sind bei der NSB Bewerbungen sowohl von insularen als auch von festländischen Interessenten eingegangen. Ein deutliches Signal für die Attraktivität des Standorts. 

Die eingegangenen Bewerbungen wurden durch eine Steuerungsgruppe strukturiert geprüft. Die Kriterien umfassten gastronomische Erfahrung, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Konzeptqualität. Aktuell befinden sich die vielversprechendsten Bewerberinnen und Bewerber in vertiefenden Gesprächen. Ziel ist es, die künftigen Betreiber frühzeitig in die Umbau- und Modernisierungsplanungen einzubeziehen, damit ihre betrieblichen Anforderungen von Beginn an berücksichtigt werden können. Der Abschluss langfristiger Mietverträge mit einer Laufzeit von zehn Jahren und Verlängerungsoption ist noch für diesen Sommer vorgesehen. Mietbeginn soll dann nach Abschluss der Baumaßnahmen im Frühjahr 2028 sein. Für die Saison 2027 ist die gastronomische Versorgung am Strand gesichert. Die Abstimmungen mit den beteiligten Akteuren laufen derzeit.

Mit klarer Planung zu zukunftsfähigen Strandimmobilien
Die kommenden Monate stehen im Zeichen konkreter Umsetzungsschritte:

  • Sommer 2026: Abschluss langfristiger Mietverträge mit den künftigen Gastronomiebetreibern der Strandhalle
  • Ab Sommer 2026: Vertiefende Planungsarbeiten durch das beauftragte Architekturbüro unter enger Einbindung der künftigen Gastronomiebetreiber
  • Ab Herbst 2026: Start der Überplanung des Strandimmobilien-Areals durch die Gemeinde Spiekeroog
  • Saison 2027: Gastronomische Versorgung am Strand über Interimsbetrieb vollständig gewährleistet
  • Winterhalbjahr 2027/2028: Modernisierung Strandhalle und voraussichtlicher Umbau Strandsporthalle
  • Frühjahr 2028: Start der neuen gastronomischen Angebote in der modernisierten Strandhalle

Die NSB wird Öffentlichkeit und Gäste der Insel weiterhin regelmäßig und transparent über den Fortschritt des Projekts informieren.

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