Inselkultur - Zum Entdecken, Erleben und Begeistern!

Mit einem Besuch auf Spiekeroog tauchen Sie in eine andere Welt ein. Keine Autos, keine Hektik. Ein Leben mit der Natur. Die höchste Baudenkmaldichte Niedersachsens ist an fast jeder Ecke im Dorf erlebbar. Alte Friesenhäuser säumen die Wege, Kleinode wie die "Alte Inselkirche" oder das "Alte Inselhaus" lassen die Zeit still stehen. Es gibt vielfältige Wege, die Inselgeschichte zu erkunden, hier einige davon: 

Willkommen im Inselmuseum!

Das Inselmuseum, ein altes Kapitänshaus von 1715 erwartet Sie am Rathausplatz direkt am Eingang zum historischen Dorfkern.

1973 hat die Gemeinde Spiekeroog das leer stehende und zunehmend verfallene “Haus Frentz” gekauft. 2011 wurde es der neugegründeten Kulturstiftung Spiekeroog übertragen und aufwändig saniert. 

Das Inselmuseum erzählt über die Natur und die Geschichte der Insel. Themenbereiche sind die Schifffahrt und die Seenotrettung, die Entwicklung des Nordseebades, eine historische Insulanerstube und eine Galerie des Inselmalers Heinrich Sanders. Im Trauzimmer des Inselmuseums finden jedes Jahr zahlreiche Hochzeiten statt.

Öffnungszeiten

Von Beginn Osterferien bis Ende Herbstferien dienstags bis sonntags von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr.
Sonderöffnungen für Gruppen nach Anmeldung unter Tel.-Nr.: 04976 256

Eintrittspreise
Erwachsene: 2,00 €
Kinder: 1,00 €

Seenotrettung auf Spiekeroog, von 1862 an, Frachtsegelschifffahrt, große Übersichtstafel der alten Spiekerooger Familien, Insulanerstube mit Wirtschaftsraum, Entwicklung des Seebades, alte Ansichten vom Dorf, Mitbringseln der Seefahrer, alte Fischfanggeräte und das Modell vom Alten Inselhaus mit Schwimmdach.

Im Obergeschoss findet sich das Trauzimmer mit der Galerie des Inselmalers Heini Sanders, sowie viele Schiffsmodelle. Der Aussenbereich an der Ostseite zeigt dem Besucher alte Wrackteile von gestrandeten Schiffen vor Spiekeroog.

Sonderausstellungen wie zum Beispiel alter Postkarten und viele weitere lohnen den Besuch bei uns im Inselmuseum.


Liebevolles Kleinod, malerische Kostbarkeit, ausdrucksvolles Heiligtum –
viele Namen lassen sich für die älteste Inselkirche aller ostfriesischen Inseln finden.
Sie entführt.

Das kuriose Muschelmuseum

Im Obergeschoss der Tourist-Information "Kogge" befindet sich das Kuriose Muschelmuseum. Sie haben sich sicher schon immer gefragt, warum die Muscheln so einen komischen Namen haben, woher die Exponate stammen und wer sich die witzigen Namen hat einfallen lassen?!

Öffnungszeiten

Täglich von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr, an Wochenenden bis 12:30 Uhr.

Eintritt
1,00 € pro Person

  • Sind nur Muscheln zu sehen?

    Der Normalbürger spricht fast immer nur vom „Muschelsammeln“.  Naturwissenschaftlich wird aber unterschieden zwischen Muscheln (aus zwei Klappen bestehendes Gehäuse)  und Schnecken (einteiliges, spiralig gewundenes Gehäuse). Das Muschel-Museum zeigt überwiegend Gehäuse von
    (Meeres-) Schnecken. Streng genommen müsste es danach eigentlich  „Schnecken-Museum“ heißen. Nein, „Schnecken-Gehäuse-Museum“, denn es sind nur „Hinterlassenschaften“ von Meeresmuscheln und Seeschnecken zu besichtigen. Ein Abfall-Museum! Die Abfallverursacher gehören zu den sogenannten Weichtieren. 

  • Stammen die ausgestellten „Muscheln“ alle von hier?

    Nein, natürlich nicht. Nur mit Nordsee-Muscheln ließe sich kein spezielles Muschel-Museum gestalten. Die Globetrotterreisen des Sammlers führten bisher
    an die Küste von Nord- und Ostsee, Mittelmeer ebenso wie nach Indien,  Indonesien, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Sri Lanka und Thailand. Es  überwiegen die Exponate aus Süd-Ost-Asien zahlenmäßig, weil in diesem Teil der Welt Muschelverzehr und Schalenabfall noch am größten sind.

  • Ist das alles echt?

    Abgesehen von ein paar „Scherzartikeln“, die aber als solche leicht erkennbar sind, ist jede ausgestellte Muschelschale und jedes Schneckengehäuse von den Tieren, die darin gelebt haben, unter Wasser so gebaut worden. Es ist nichts lackiert, poliert, gefärbt oder bemalt worden. Nachträglich geklebt wurden nur Teile, die beim Transport entzweigegangen waren.

  • Hat der Sammler danach getaucht?

    Im Gegenteil! Er hat es schon immer abgelehnt, irgendwelche Tiere für Sammel- und Ausstellungszwecke zu töten. Von Lebendfunden wurde eventuell ein Foto gemacht, um sie anschließend sofort dem Meer zurückzugeben. Gesammelt wurde in den Armutsregionen der „Dritten Welt“, wo die Strände voll liegen mit leeren Gehäusen. Die weitaus meisten Fundstücke wurden aber aus den Abfallhaufen neben den Fischerhütten herausgesucht. Nach der Fleischentnahme wirft man die Gehäuse in den Abfall, wie wir die Eierschalen. Über 90 % der Sammlung sind auf diese Art zusammengetragen worden. Nur knapp 10 % stammen aus Schenkungen oder Erwerbungen.

  • Und wer hat sich all die Namen einfallen lassen?

    Ein ganz „normaler“ Mensch, nicht Biologe, nicht Pädagoge, nur vielseitig interessiert und mit etwas „Berliner Humor“. Der Laie ist fast immer dankbar, einmal keinen trockenen lateinischen Lehrstoff aufgezwungen zu bekommen. Eine soeben gelesene Bezeichnung wie Tridacna squamosa würde der Besucher nach Verlassen des Museums wieder vergessen haben.  Bezeichnungen wie „Dauerwelle“ oder „Waldsterben“ dagegen werden ihm noch bei manchem Spaziergang wieder einfallen, an den Museumsbesuch erinnern und zu eigenen Gedanken anregen. Die Mischung aus „künstlerischem Gedankenspiel“ und „visuellem Naturerlebnis“ in diesem kuriosen Museum führt
    zu einer wesentlich längeren Verweildauer der Besucher vor den einzelnen Exponaten im Vergleich zu den üblichen naturkundlichen Museen, die auch dem Nicht-Biologen die lateinische Nomenklatur „zumuten“. 
     

  • Hat jemand die Ausstellungsstücke schon mal gezählt?

    Schmunzeln Sie über mehr als 3.000 Exponate-Titel und bestaunen Sie weit über 4.000 Schalen und Gehäuse – wie bereits 170.000 Besucher vor Ihnen!